Antifragil werden: Experimente designen, die das System stärker machen

Über den Workshop

Viele Organisationen experimentieren heute viel: Pilotprojekte, Innovation Labs, agile Initiativen. Doch oft bleibt der Effekt begrenzt. Das Lernen bleibt lokal, während Strukturen, Entscheidungslogiken oder Governance unverändert bleiben …

Wenn Organisationen wirklich robuster werden wollen, reicht es nicht, einfach mehr zu experimentieren. Entscheidend ist wo und wie experimentiert wird.

In diesem Workshop schauen wir daher auf die Frage: Wo sind unsere Organisationen eigentlich fragil und wie könnten gezielt designte Experimente helfen, genau dort stärker zu werden?

Gemeinsam arbeiten wir entlang von drei Schritten:

  • Fragilitätszonen erkennen: Wir identifizieren typische Stellen in Organisationen, an denen kleine Störungen große Wirkung entfalten können.
  • Antifragile Experimente designen: Wir lernen Prinzipien kennen, mit denen Experimente klein, reversibel und gleichzeitig strategisch relevant gestaltet werden können.
  • Systemisch denken: Wir reflektieren, welche strukturellen Regeln, Entscheidungslogiken oder Governance-Mechanismen angepasst werden müssten, damit solche Experimente wirklich Wirkung entfalten.

Wir entwickeln in kleinen Gruppen ein konkretes Experiment für reale organisationale Fragilitätszonen und reflektieren, was es braucht, damit daraus mehr entsteht als nur ein weiteres Pilotprojekt.

Der Workshop richtet sich dabei an Menschen, die Organisationen oder deren Teilbereiche nicht nur stabilisieren, sondern lernfähiger und widerstandsfähiger gegenüber Unsicherheit machen wollen.

Über Markus

Markus Stoisser arbeitet als Organisationsdesigner, Sparring-Partner und Facilitator an der Schnittstelle von Strategie, Organisation und Verhalten. In seiner Arbeit unterstützt er Unternehmen dabei, komplexe Veränderungsvorhaben nicht nur zu planen, sondern konkret erlebbar und umsetzbar zu machen.

Mit seinen doch oft unkonventionellen Ansätzen verbindet er systemische Organisationsentwicklung, verhaltensökonomische Erkenntnisse und experimentelle Lern- und Erfahrungsformate. Dabei arbeitet er häufig mit Führungsteams und Organisationseinheiten an der Frage, wie Strukturen, Entscheidungslogiken und Zusammenarbeit so gestaltet werden können, dass Organisationen lernfähiger, widerstandsfähiger und eben auch antifragiler werden. In Workshops schafft er Erfahrungsräume, in denen komplexe Zusammenhänge sichtbar werden und neue Handlungsoptionen entstehen. Das treibt ihn an.

Dabei interessiert ihn besonders, warum viele Veränderungsinitiativen kaum Wirkung entfalten und was Organisationen stattdessen tun können, um aus Irritation, Experimenten und Feedback tatsächlich zu lernen. Diese Zugänge beschäftigen ihn auch als Dozierender diverser Universitäten, wie etwa an der Universität St. Gallen oder HWZ in Zürich.

Außerhalb seines beruflichen Kontextes engagiert er sich auch für demokratische, partizipative Prozesse auf Kommunal- und Bundesebene und ist auch Botschafter im Ministerium für Neugier & Zukunftslust.