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Was macht deine Organisation zu einem Pionier?

Unsere Pionierstation zeigt, wie das forKIDS Therapiezentrum den steigenden Therapiebedarf in Tirol resilient beantwortet.

Lange Wartezeiten und neue Erwartungen der Arbeitswelt – Teilzeit, Flexibilität, Selbstwirksamkeit – fordern ein Umdenken. Wir entwickeln uns hin zu verteilter Führungsarbeit: weg von Flaschenhälsen, hin zu geteilter Verantwortung und breit verankertem Wissen.

Durch Partizipation, Selbststeuerung und eine Kultur psychologischer Sicherheit gestalten wir ein antifragiles Umfeld, in dem Fachkräfte gerne arbeiten – und sichern so langfristig qualitätsvolle Therapie für Kinder und Familien.

Was verbindest du persönlich mit Resilienz und Antifragilität?

Dagmar: Aus meiner Erfahrung in Organisationsentwicklung und Krisenmanagement entsteht Resilienz und Antifragilität, wenn Mitarbeitende gehört werden, Selbstwirksamkeit erleben, Ideen einbringen und Fehler als Lernchancen gelten. Psychologische Sicherheit, wertschätzender Umgang und Verständnis für private Belastungen und der Zusammenhalt im Team stärken das System.

Durch geteilte Führung und dezentrale Entscheidungen werden mehr Perspektiven eingebracht und der Möglichkeitsraum erweitert. Klare Vision, gelebte Werte sowie kontinuierliche Reflexion geben Orientierung und Halt.

Christine: Resilienz und Antifragilität bedeuten für mich, gemeinsam zu wachsen – nicht trotz Herausforderungen, sondern durch sie. In meiner Begleitung der Pilotteams spüre ich jeden Tag, wie kraftvoll echte Begegnung auf Augenhöhe ist.

Ich glaube zutiefst, dass jede Person aus gutem Grund handelt und ihr Bestes gibt. Diese Haltung öffnet Räume, in denen Vertrauen entsteht, Fehler zu Lernmomenten werden und wir mutig Verantwortung teilen. Wenn Wissen fließen darf und jede Rolle zählt, entsteht ein Miteinander, das stärker ist als jede Einzelperson.

Warum sollte eine Teilnehmerin ausgerechnet zu deiner Pionierstation kommen?

Komm zu unserer Pionierstation, wenn du ein echtes Stück Weg miterleben willst: Ein Pilotteam öffnet sein Reisetagebuch am Weg zur verteilten Führungsverantwortung – mit Umwegen, Stolpersteinen und überraschenden Aussichten.

Wir zeigen, was geschah, als wir alte Pfade verließen, Erfahrungen teilten und Sackgassen sichtbar machten, damit andere leichter weitergehen können. Wir sind gespannt auf deine Routentipps!

Welche Fragen bringst du selbst zur Pionierstation mit?

Was braucht es, damit Teams in kollegialen Strukturen mutig Entscheidungen treffen – ohne die Sicherheit eines „klassischen“ Rückhalts?

Wenn wir sagen, wir wollen Verantwortung teilen: Sind wir wirklich bereit, Kontrolle abzugeben – oder tun wir nur so?

Wovor haben wir als Organisation mehr Angst: vor echten Experimenten oder vor den Erkenntnissen, die sie sichtbar machen würden?

Wie bewahren wir den Überblick, wenn Rollen, Aufgaben, Verantwortung geteilt wird?

Freiräume 2026 Diakoniewerk forKIDS Dagmar Fischnaller

Dagmar Fischnaller

Freiräume 2026 Diakoniewerk forKIDS Christine Schwaberger-Ecker

Christine Schwaberger-Ecker