Was macht deine Organisation zu einem Pionier?
Unsere konsequente Selbstorganisation nach dem Prinzip der Holakratie ist Herzstück unserer Resilienz und Antifragilität: statt starrer Hierarchien nutzen wir verteilte Autorität auf Basis von Expertentum und agile Prozesse.
Krisen werden nicht nur abgefedert, sondern sind Lernchancen: Durch Feedbackschleifen, hohe Transparenz und eine gelebte Fehlerkultur passt sich die Organisation proaktiv an Marktveränderungen an.
Die psychologische Sicherheit der Teams und die Dezentralisierung von Entscheidungen machen das Unternehmen robust gegenüber Schocks und ermöglichen Wachstum und Lernen durch Volatilität.
Was verbindest du persönlich mit Resilienz und Antifragilität?
Angelika: Als Requirements Engineer bedeutet Resilienz für mich, Systeme so zu gestalten, dass sie nicht bei der ersten Anforderungsänderung implodieren. Antifragilität entsteht, wenn wir Unklarheit nicht nur managen, sondern als Innovationsquelle nutzen. Das ist besonders in der agilen Softwareentwicklung, wo sich alles permanent ändert, gelebte Praxis.
Als COO ist es meine Aufgabe, dass sich das Unternehmen weiter entwickeln kann trotz einer VUCA-Welt – besser noch: antifragil weiterentwickelt genau durch diese Welt mit ihren unvorhersehbaren Höhen und Tiefen.
Paul: Als CTO verbinde ich mit unserem Schwerpunkt vor allem das Prinzip der Fehlertoleranz und Evolution. In der Softwareentwicklung ist Resilienz kein Zufall, sondern das Ergebnis bewusster Architektur-Entscheidungen.
Software ist niemals „fertig“. Sie muss sich anpassen. Antifragilität bedeutet für mich, dass unser Tech-Stack und unsere Prozesse durch jede Herausforderung nicht nur stabil bleiben, sondern robuster und intelligenter aus ihr hervorgehen.
Warum sollte eine Teilnehmerin ausgerechnet zu deiner Pionierstation kommen?
Besuche unsere Station, wenn du echte Selbstorganisation ohne Management-Filter erleben willst. Wir zeigen dir, wie wir durch Holakratie und radikale Transparenz Offenheit in Innovation verwandeln.
Erfahre praxisnah, wie unsere DNA die Unternehmenskultur prägt und wie das Team durch verteilte Autorität antifragil wird.
Welche Fragen bringst du selbst zur Pionierstation mit?
Wie viel Autonomie ist nötig, um an Krisen zu wachsen, wie viel ist möglich, ohne die Sicherheit der Gemeinschaft zu verlieren, d.h. zu wissen, dass man eskalieren kann, wenn man nicht mehr weiter weiß?
Geht die Selbstorganisation in beliebiger Größe, gibt es eine Grenze oder kann man immer weiter sklaieren?
Was sind die konkreten Mechanismen, die helfen, an den Herausforderungen zu wachsen?

Paul Klima

Angelika Weber