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Was macht deine Organisation zu einem Pionier?

Die sozKom ist seit Jahren eine tragende Säule der Kinder- und Jugendhilfe in der Steiermark.

Seit 2016 erstellen wir alle zwei Jahre eine Gemeinwohlbilanz. Dabei reflektieren wir systematisch unsere Organisations- und Führungskultur. Aus diesem Prozess entstand die sozKomKratie als partizipatives Organisationsmodell.

Resilienz und Antifragilität stärken wir durch transparente Entscheidungsprozesse, klare Verantwortlichkeiten und echte Beteiligung. Verantwortung liegt dezentral und wird bewusst geteilt. Laufende Lernschleifen sichern Qualität und Weiterentwicklung. Herausforderungen verstehen wir als Entwicklungsimpulse. Unsere Firmenkultur fördert Eigenverantwortung und Anpassungsfähigkeit. So wachsen wir an Veränderungen und gestalten Zukunft aktiv mit.

Was verbindest du persönlich mit Resilienz und Antifragilität?

Sabine: Resilienz heißt für mich, auch dann ruhig und klar zu bleiben, wenn es rundherum unübersichtlich oder fordernd wird. Mir hilft dabei vor allem der Sinn in dem, was ich tue, und das Vertrauen im Team. Bei sozKom erlebe ich, dass wir uns gegenseitig tragen – durch Offenheit, Eigenverantwortung und ehrliche Gespräche.

Antifragilität bedeutet für mich, dass wir an Herausforderungen wirklich wachsen. Nicht alles gelingt sofort, und das muss es auch nicht. Entscheidend ist, was wir daraus lernen und wie wir weitermachen.

Martin: In den letzten zehn Jahren meines beruflichen Seins bei sozKom konnte ich durch unsere Unternehmenskultur oftmals die Erfahrung machen, neue Wege und Strategien des Umgangs mit beruflichen und persönlichen Problemen zu erlernen. In diesen Momenten entstand für mich das tiefe Erleben von Selbstwirksamkeit. Nicht ausgeliefert sondern Regisseur zu sein.

Nicht mehr das Ziel zu verfolgen, keine Probleme und Schwierigkeiten zu haben, sondern optimal mit diesen umzugehen ist heute eine resiliente Erkenntnis für mich. Diese Erkenntnis und die daraus entstandene Haltung führt mich weiter zur Antifragilität, und diese führt mich weiter zu …

Warum sollte eine Teilnehmerin ausgerechnet zu deiner Pionierstation kommen?

Resilienz durch wirkungsnahe Verantwortung – sozKomKratie als Antifragilitäts-Architektur

Wir zeigen, wie gelebte Werte und verteilte Verantwortung unsere Organisation resilient und handlungsfähig machen. Wie Entscheidungsräume – vom Entscheidungskreis bis zum Konsent – Reaktionsgeschwindigkeit erhöhen. Und warum weniger Kontrolle, mehr kollektive Intelligenz und konsequente Fehlerverwertung unsere sozKomKratie prägen.

Welche Fragen bringst du selbst zur Pionierstation mit?

Wie gelingt es, Verantwortung breit zu verteilen und gleichzeitig eine klare gemeinsame Richtung zu halten – besonders wenn eine Organisation wächst?

Wie schaffen wir eine Fehlerkultur, in der aus Spannungen und Krisen echtes Lernen entsteht – statt Schuldzuweisungen oder Rückzug?

Freiräume 2026 sozKom Sabine Langer

Sabine Langer

Freiräume 2026 sozKom Martin Urban

Martin Urban