Was macht deine Organisation zu einem Pionier?
Wir sind eine Volksschule mit Mehrstufenklassen und verstehen uns als Lernort für Persönlichkeitsentwicklung – nicht nur für Wissensvermittlung.
Wandel ist für uns Normalzustand. Statt auf Kontrolle setzen wir auf Selbstorganisation, Mitbestimmung und mutiges Ausprobieren.
Mit Ansätzen wie dem PERMA-Modell schaffen wir eine Kultur, in der Kinder lernen, Herausforderungen, Fehler und Konflikte als Entwicklungschancen zu nutzen. So entsteht Resilienz nicht als Theorie, sondern im gelebten Alltag.
Was verbindest du persönlich mit Resilienz und Antifragilität?
Spätestens in unserer eigenen Rolle als Eltern wurden wir intensiv mit den Fragen rund um Resilienz und Antifragilität konfrontiert: Was geben wir Kindern mit, damit sie gestärkt, selbstbewusst und mit innerer Stabilität durchs Leben gehen? Für uns wurde klar: Es geht nicht darum, Kinder vor Krisen zu schützen, sondern sie im Umgang damit zu stärken.
Resilienz heißt für uns, auch in Unsicherheit handlungsfähig zu bleiben und immer wieder in die eigene Kraft zurückzufinden. Antifragilität bedeutet, an Herausforderungen zu wachsen. Auf diesem Weg sind wir auf die Gewaltfreie Kommunikation gestoßen, die seither unser Denken und Handeln prägt. Sie eröffnet uns konkrete Wege, wie wir Konflikte und Brüche nicht vermeiden, sondern als Lernräume nutzen können – für Kinder und für uns selbst.
Warum sollte eine Teilnehmerin ausgerechnet zu deiner Pionierstation kommen?
Unser Schulsystem braucht mehr Raum für Resilienz und Haltung. In unserer Pionierstation zeigen wir gelebte Praxis statt Theorie und teilen Methoden wie Logbuch, „Gute Taten“ und Stärkensteine.
Im Mittelpunkt steht eine wertschätzende Grundhaltung: Vertrauen in Entwicklung, Lernen im Alltag und konkrete Impulse, die sofort im Schulkontext wirksam werden.
Welche Fragen bringst du selbst zur Pionierstation mit?
Wie können wir Resilienz und Antifragilität im Alltag von Schule und Organisation noch wirksamer fördern – bei Kindern, Mitarbeitenden und Teams?
Wie gelingt es, Eltern, Betriebe und andere Partner stärker einzubinden und diese Haltung auch außerhalb von Schule und Organisation zu verankern?
Wie können solche Ansätze langfristig in Bildungs- und Arbeitswelten wirksam werden – über einzelne Projekte hinaus hin zu gelebter Kultur?

Pinelopi Daskalaki

Richard Hartner

Sabine Ifkovich